Pura Vida / Costa Rica

Am 10.11.2018 überquerten wir die Grenze von Nicaragua nach Costa Rica. Wen es interessiert, wie so ein Grenzübergang in Zentralamerika abläuft, kann auf unserer Website unter „Grenzübergänge“ gerne nachlesen.


Am frühen Nachmittag fuhren wir auf die Finca Cabañas Cañas Castilla, die von einem Schweizer Paar geführt wird.

Auf ihrem Grundstück unternahmen wir eine kleine Wanderung, sahen unser erstes Faultier und beobachteten verschiedene Affen, die über unsere Köpfe hinweg kletterten. Pura Vida! Wir trafen auf einige Schweizer und fanden es richtig schön, wieder einmal in Mundart zu sprechen. 


Nach 3 Nächten ging es weiter Richtung Pazifik. In Samara verbrachten wir eine Nacht um am nächsten Tag zum Playa Ostional zu fahren. Dorthin führen nur holprige Kiesstrassen und man muss 2 Flüsse durchqueren! Wenn es geht, meiden wir normalerweise solche Strassen. Doch der Grund warum ich unbedingt dort hin wollte, sind Schildkröten. Und zwar kleine, frisch geschlüpfte Babyschildkröten! :)


Gilbert ist der Präsident der Organisation “Asociacion de Guias Locales de Ostional”, welche sich für den Schutz der Meeresschildkröten einsetzt. Bei ihm konnten wir übernachten und liessen uns zu einer geführten Tour von ihm überreden. Das ganze war ziemlich teuer und wir hätten die Schildkröten auch ohne Tourguide gesehen. Denn es war schlussendlich nur ein begleiteter Spaziergang bis zum Strand. :) Das Geld kommt den Einheimischen Familien die am Projekt mitarbeiten, zugute. Von dem her ist es schon okay. Und schön ist es ja wirklich dort! Fast keine Häuser und Menschen am Strand, ab und zu kommt eine Gruppe Surfer vorbei und geniesst die Wellen beim Sonnenuntergang. Das Meer ist sehr sauber und herrlich erfrischend und die Palmen entlang des Strandes lassen so richtig Feriengefühle aufkommen! 

Um 5Uhr morgens wurden wir von einer Einheimischen die 20m zum Strand hinab begleitet und sahen schon bald die ersten paar Schildkrötli auf ihrem Weg ins Meer. Super süss!! Bei Sonnenaufgang war dann fast der ganze Strand voll mit den kleinen Tieren, die sich wie aus dem nichts aus dem Sand heraus graben. Sie orientieren sich jeweils kurz, um dann Richtung Meer zu krabbeln. 15-100 Babyschildkröten schlüpfen aus einem Nest! Wenn sie ca. 20Jahre alt sind und all den Gefahren trotzen konnten, kehren sie exakt an den selben Strand zurück wo sie geboren sind! Und ja, Gefahren lauern viele: sobald die ersten Schildkrötli ihre Köpfe aus dem Sand strecken, ist die Chance gross, als Vogelfutter zu enden. Ein paar Meter weiter Richtung Meer lauern Krebse, die Junge Schildkröten auf ihrem Speiseplan haben. Und im Meer gibt es dann Fische und Krebse die auf die Neuankömmlinge warten. Auch im Meer sind die Schildkröten noch nicht sicher vor den Vögeln, die sich senkrecht ins Wasser stürzen um diese zu jagen. Nicht zuletzt stellt auch der Mensch eine Gefahr dar, indem die Schildkröten gefischt werden oder durch fressen von Plastikmüll sterben.


So ist es dann wunderbar, wenn die erwachsenen Schildkröten nach 20Jahren und tausenden von geschwommenen Kilometern zurück kommen, um den Kreis zu schliessen und selber wieder Eier ablegen. Übrigens kommen die grossen Schildkröten meist nachts, suchen sich einen geeigneten Platz, graben für ca. eine Stunde ein Loch, legen ihre Eier ab und schaufeln das Loch wieder sorgfältig zu. Dabei beachten sie, dass die Feuchtigkeit und die Temperatur des gewählten Nestes stimmt. Denn die Temperatur bestimmt das Geschlecht der Schildkröten! Die unteren Eier, welche eine etwas kühlere Temperatur haben werden zu männlichen Schildkröten heran reifen, die oberen den wärmer ausgesetzten Temperaturen, Weibchen!


Schildkröten faszinierten mich schon immer, ich hatte selbst einmal 3 kleine griechische Landschildkröten zuhause. So war ich wahnsinnig entzückt ab all den süssen Frischlingen! Nach etwa 5 Stunden, als der Sand durch den Sonnenschein langsam warm wurde, war das ganze Spektakel dann vorbei.


Voller Freude und Faszination, die noch ein paar Tage nachhallte, machten wir uns auf den Weg zurück ins Landesinnere. Denn so schön die Strände auch sind, vor allem Luki mag die Berge mit ihren kühleren Temperaturen besser.


Über viele weitere holper Pisten und steilen Anstiegen, kamen wir dann in Monteverde an. Dort kam Luki wieder in den Genuss des kühleren Klimas, verbunden mit Nebel und Regen. Auf dem Weg über die mit Schlaglöchern besetzten Kiesstrassen merken wir, dass unsere kürzlich geflickten Stossdämpfer bereits wieder kaputt sind...


Monteverde ist so ein richtiger Touristenort und alles ist ausgelegt für Besucher aus aller Welt. Besonders auch die Preise. In Monteverde besuchten wir eine Ranaria, ein Zoo für Frösche. Nie hätte ich gedacht, dass diese schleimigen Hüpfer so faszinierend sein können! 

In den Eintrittskosten ist ein Besuch bei Tageslicht und einen nach Einbruch der Dunkelheit enthalten, um die tag- und nachtaktiven Frösche zu sehen. Zudem durften wir wählen, bei welcher der beiden Touren wir einen Guide wollten. Wir entschieden uns für die Spätere. Am Nachmittag hatten wir somit Zeit für eine Wanderung. Und da die Nationalparks so teuer sind und das Wetter sowieso nicht schön war, entschieden wir uns für einen gratis Wanderweg zum Cerro Amigo. Die steile Strasse hinauf auf den Berg war durch den Regen so matschig und rutschig, dass wir nur ganz langsam voran kamen. Es war mega lustig und wir lachten oft, wenn einer von uns ein Stück geschafft hatte und dann wieder hinunter rutschte. Oben blieb wie vermutet, die Aussicht ins Tal aus. Trotzdem hat sich das bewegen an der frischen Luft gelohnt! 

Auf der zweiten Tour durch die Ranaria, diesmal mit einem englisch sprechenden Tourguide, sahen wir noch mehr bunte Frösche und lernten so einiges über diese. Zum Beispiel der grün-schwarze Goldbaumsteiger Frosch ist nur in der freien Natur giftig. Durch fressen von Ameisen verwandeln sie deren Säure in giftiges Sekret, dass sie über ihre Haut abgeben.  

Ebenso verhält es sich mit den rot-blauen „Blue Jeans“ Fröschchen. Das Gift ist für Menschen aber nicht tödlich. Die Frösche könnten sogar angefasst werden. Erst wenn das Gift z.B. durch eine Wunde in den Blutkreislauf kommt, wirkt das Gift betäubend auf die Nerven. Die Frösche werden auch Pfeilgiftfrösche genannt, da Indigene ihre Pfeilspitzen an deren Rücken gerieben haben und ihre Beutetiere dadurch  lähmten. 

Auch der Rotaugenlaubfrosch ist wunderschön! Kein Wunder ziert er viele Prospekte, Plakate und auch das Titelbild des aktuellesten Reiseführers von Lonely Planet über Zentralamerika. Der Rotaugenlaubfrosch ist nachtaktiv. Tagsüber, wenn er schläft und seine Extremitäten eng an seinen Körper anzieht, ist er kaum zu sehen auf den grünen Blättern. 

Auch der Glasfrosch ist nur ca. 2cm gross und auf seiner Oberseite Grasgrün. Seine Unterseite jedoch, ist fast transparent was es möglich macht, seine Eingeweide zu sehen! 

Alle Frösche in der Ranaria leben in Glasvitrinen die teils etwas schmutzige Scheiben hatten. Darum war das Fotografieren nicht ganz so einfach. 


Auch weitere Frösche wie der Metallic-Frog oder der Kronenlaubfrosch durften wir bestaunen.

Wir unternahmen am nächsten Tag noch eine weitere Wanderung in einem Naturreservat und trafen auf ein älteres Schweizer Ehepaar, welches mit einem Schweizer Reiseführer der in Costa Rica lebt, unterwegs war. Diesen treffen wir gleich noch zweimal auf unserer Reise! 

Sie sind bei weitem nicht die ersten und letzten Schweizer bzw. Europäer die wir antreffen. 



Fotos von der Wanderung im Curicancha Reservat.



Noch am selben Tag fahren wir weiter nach Arenal. 

In einem Park campieren wir seit langem wiedermal “wild”. Es war Freitag Abend und da die Wiesen durch den vielen Regen stark aufgeweicht waren, entschieden wir uns in der Nähe eines Gebäudes zu parken um nicht irgendwo im Schlamm stecken zu bleiben. Anders entschieden sich ein paar junge Partymäuse. Um 22Uhr, als wir bereits schliefen kamen einige Autos mit jungen Leuten, die lautstark Musik laufen liessen und gröhlten und johlten. Vorbei war es mit der Ruhe. Bis um Mitternacht, als eine Polizei Patrouille vorbei kam. Endlich konnten wir wieder schlafen bis sie um 4Uhr morgens zurück kamen und weiter feierten. Erwacht durch den erneuten Lärm konnten wir beobachten, wie sie mit einem Auto in den Schlamm fuhren und danach etwa 10 Personen versuchen, das Auto anzustossen um wieder heraus zu kommen. Vergeblich. Als wir am morgen gegen 7 Uhr erwachten, stand das Auto immer noch dort. :) 


In der “German Bakery” geniessen wir einen guten Kaffe mit frischem Gebäck und das beste Wifi seit langem. Mit Tom, dem Besitzer plaudern wir fast 2 Stunden, bevor wir den See entlang nach La Fortuna fahren. Die Wolken hängen so tief, dass wir leider nur einen Teil der schönen Landschaft sehen. 


In La Fortuna blieben wir 4 Nächte auf einem einfachen Camping, der sich auf dem Grundstück einer jungen, sehr herzlichen Familie befindet.

Von hier aus unternahmen wir eine Wanderung in der Nähe des Vulkans Arenal. An diesem Tag hatten wir das beste Wetter seit langem und auch bis auf weiteres. 

Die folgenden Tage waren verregnet. So spazierten wir an einem Tag ca. 8km ins Dorf, nur um dort ein Kaffe zu trinken und ein Stück Cheesecake zu essen. Durchnässt vom Regen ging es  zurück zum Camping, wo wir die Zeit mit lesen, telefonieren und einfach mal nichts machen, verbrachten. La Fortuna ist auch mega touristisch, so hatten wir gar nicht so Lust uns in das überteuerte Gewühl zu begeben...

Nach vier Tagen sollte es weiter gehen. Wir hatten gerade ein stündiges Telefonat mit einem Autoteile Händler hinter uns und als wir Baluu starten wollten, ging gar nichts. Wohl leuchteten die Lämpchen auf, was bedeutete dass die Batterie nicht leer sein kann, aber sonst tat sich nichts. Wir schrieben 3 verschiedene Personen an und baten um Hilfe bzw. eine fern Diagnose. Und prompt bekamen wir Antwort und Unterstützung aus der Schweiz! Es stellte sich heraus, dass der Starter nicht mitmachte und von da an musste Luki oft unters Auto kriechen und mit dem Hammer an den Anlasser klopfen damit unser VW wieder angeht. 


Zwei Stunden später wie geplant, verliessen wir den Campingplatz in Richtung Hauptstadt des Landes, San Jose. Wir passierten so einige Baustellen über mühsame Umleitungen und mussten einmal über 20km wieder zurück fahren, da die Baustellen nirgends angekündigt wurden! Nicht gerade zu unserer Freude. Die Strassen der Umwege waren nämlich meistens nicht geteert und so verloren wir nochmals etwa 1.5 Stunden. Es wurde bereits langsam dunkel, als wir uns eingestehen mussten, dass wir das geplante Ziel nicht mehr erreichen werden. Dank iOverlander fanden wir bald einen geeigneten Platz um die Nacht zu verbringen. 


Riesige Krokodile erwarteten uns am nächsten Tag unter der berühmten “Crocodile Bridge”.  Diese lagen ruhig am Flussufer und bewegten sich erst, als sich einige mutige Personen (wir vermuten mit einem Tourguide), in deren Nähe wagten. Im Nahe gelegenen Carara Nationalpark wanderten wir durch wunderschöne Wälder und sahen Aras, Affen und eine Schlange. 

Der Park war fast menschenleer im Vergleich zum Park den wir am nächsten Tag besuchten. 

Der 14 ha grosse Nationalpark Manuel Antonino, gilt als einer der schönsten Weltweit. Kein Wunder, die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen ist gross! Schon vor 7Uhr morgens bildete sich eine Schlange vor den Ticket Schalter, bestehend aus verschiedensten Typen von Touristen. Da waren diese mit Wanderschuhen und Knie Socken, kurzen Hosen, Feldstecher und Kameraausrüstung. Oder die mit Flipflops und Tank Tops, Minröckchen und Badetücher. Also das volle Programm war anwesend. :)

Die ersten 2 Stunden waren aber angenehm, die Massen verteilten sich. 

Ab 9 Uhr jedoch, war dann jede Ecke des Parkes besucht. An den wunderschön weissen Sandstränden, wo wir zuvor noch scheue Nasenbären und Krebse sahen, lagen nun die Touristen auf ihren Tüchern und genossen die Sonne. Welche wir übrigens seit langem wiedermal sahen! :)

Wir beobachteten schlafende Faultiere, viele Vögel, unter anderem Tukane, Brüllaffen, Kapuzineraffen beim überfallen der Touristen die trotz verbot Essen mit in den Park nahmen, Waschbären, einen Ameisenbär, Leguane, Schmetterlinge, Krabben und Totenkopfäffchen. 



Unseren nächster Stopp , legten wir in Uvita ein. Auf dem schönen Campingplatz richteten wir uns für zwei Nächte ein. Melvin, der Besitzer wusste viel über die lokalen Pflanzen zu erzählen. Auf seinem Grundstück wachsen x-verschiedene Pflanzen. Unter anderem auch die Yuca deren essbare Wurzel im deutschen als Maniok bekannt ist. Für uns ein völlig neues Gemüse. Melvin erntete und kochte uns einige davon und gab sie uns zum probieren. Soo fein! Auch durften wir uns an seinen Limonen und Mandarinenbäumen bedienen. Dies Sorte Mandarine die er hatte, war eine Zitronenmandarine und sehr sauer...

Um vom Campingplatz aus den Strand zu erreichen, musste man ein kurzes Waldstück durchqueren, in welchem Palmen, Mandeöbäume und Bäume mit wunderschönen farbigen Stämmen wuchsen!


Mit Melvin, Oscar, Jonathan und einem Pärchen besuchten wir den Cascada Verde. Ein wunderschöner, kleiner Wasserfall. Mutige konnten die Felswand hinauf klettern und dann die ca. 10m den Wasserfall hinab rutschen. Luki wagte sich als erster hinauf und bald war auch ich überzeugt, dass das Spass macht. So rutschten wir ein paar Mal in das frische Wasser hinein. Melvin wusste auch hier viel zu erzählen über die Flora und Fauna und machte mir kurzerhand aus zwei verschiedenen Steinen, die er zusammen mit Wasser zu einer Masse verarbeitete, eine Gesichtsmaske! Pures Wellness, oder eben: Pura Vida! 


Oscar ist ein junger Mexikaner, der via Auto stoppen von Mexiko nach Südamerika unterwegs ist. 

Jonathan ist en Costarikaner und mit seinem Velo eine Woche in den Ferien.

Mit beiden sassen wir viel zusammen, tranken Kaffee und hatten es sehr lustig. Meistens unterhielten wir uns so gut es ging auf spanisch. Wir verstehen die Sprache schon ganz gut, sprechen fällt uns beiden aber noch schwer. 

Das Paar, das auch auf dem Campingplatz war lud uns nach dem Baden beim Wasserfall spontan zum Mittagessen ein. Danach ging es noch auf eine Ausfahrt. Jose und Kambly kommen beide aus Costa Rica und er fährt Off Road Touren. Mit seinem 4x4 Fahrzeug fuhren wir einen Berg hinauf in einem Tempo, dass mir beinahe schlecht wurde. Es war alles mega lieb gemeint von den beiden, trotzdem war ich froh als wir wieder zurück auf dem Camping waren...


Am nächsten Tag wollten wir eigentlich ein weiteres Naturreservat besuchen und wandern gehen. Wir waren schon fast dort angekommen, als wir bei einer Käserei hielten. Laut unserem App gab es dort nämlich sehr guten Käse. Finden wir auch! 

Als wir weiter fahren wollten, hatten wir grosse mühe, um Baluu wieder zu starten. Trotz mit-dem-Hammer-an-den-Starter-schlagen, was wir seit einigen Tagen oft machen mussten, passierte zuerst nichts. Erst nach einer Weile klappte dieser Trick. So beschlossen wir in die Stadt zu fahren und nach einem Mechaniker ausschau zu halten. Da der Tag noch jung war beschlossen wir trotz den Umständen so weit wie möglich zu fahren ohne den Motor abzustellen, da wir keinen geeigneten Mech ausfindig machen konnten. So machten wir uns auf, den Cerro Muerte, den höchsten Pass der ganzen Panamericana zu erklimmen! Immer wieder begann ein komisches ruckeln bei unserem VW, doch dieses war nicht neu. Nur hatten wir das Gefühl, dass es etwas häufiger und stärker war als sonst. Bisher konnten wir beim besten Willen einfach nicht heraus finden, was das Problem war. Auf halbem Weg nach oben wollten wir eine WC Pause einlegen. Luki fuhr rechts an den Strassenrand und liess den Motor laufen. Als wir aussteigen wollten, stellte Baluu plötzlich ab. Starten ging nicht mehr. So machten wir uns an die Arbeit, an den Motor zu gelangen. Es schien genau das selbe Problem zu sein, dass wir bis dahin einmalig in Guatemala Stadt hatten. Wir konnten nichts auffälliges erkennen und versuchten nach einer Weile Baluu erneut zu starten. Tatsächlich klappte dies! Als wir die Passhöhe fast erreicht hatten fiel uns auf, dass ein Bus hinter uns Lichthupte und immer wieder blinkte. Doch wir konnten bergauf nicht schneller fahren! Zu allem übel kam hinzu, dass Luki auf einmal kein Gas mer geben konnte. Mit dem letzten Schwung retteten wir uns auf einen Kiesplatz auf der linken Strassenseite. Zu unserer Überraschung fuhr der Buschauffeur direkt vor unsere Nase und sagte beim vorbei fahren, er habe das ganze Büsli voller Schweizer, die unser Zürcher Nummernschild gesehen haben und nun hallo sagen wollen! :D

So unterhielten wir uns eine Weile mit der sympathischen Reisegruppe. Wie klein die Welt doch manchmal ist. Sie gestanden uns überrascht zu sein ein so junges Paar tu sehen. Sie hätten eher ein älteres, pensioniertes Ehepaar erwartet...! :)

Nachdem Baluu wieder etwas abgekühlt war, konnten wir unsere Fahrt fortsetzen und schafften es zum geplanten Übernachtungsort.

Unser vorletzer Stopp in Costa Rica war in Orosi bei einem Schweizer Paar. Hier fühlten wir uns mega wohl! In ihrem Garten durften wir direkt neben ihrem Mandarinenbaum übernachten. Fredy vermietet Motorräder und arbeitet als Tour Guide. Sein Klientel besteht vor allem aus Deutschen und Schweizern. 

Franziska hat eine kleine Bäckerei die sie ganz selbstständig führt! Das Frühstück, welches man dort geniessen kann ist hervorragend und wir genossen es mega, wiedermal „gutes” Brot zu essen! 


Mit dem Auto unternahmen wir einen kleinen Ausflug rund um den See “Embalse de Cachi” und sahen uns eine alte Kirchenruine an. Ansonsten verbrachten wir die Zeit mit putzen und waschen. Da wir bald wieder Besuch aus der Schweiz erwarten, polierten wir Baluu auf Hochglanz! :) Zwischendurch genossen wir wieder eine saftige Mandarine, direkt vom Baum! 


Nach drei Tagen und mit einem blitz blanken Baluu machten wir uns auf den Weg nach Cahuita an der Karbikküste. Bis dorthin lag noch eine Hügellandschaft vor uns. Mehrere male dachten wir, Baluu schafft es nicht über den nächsten Hügel, denn er schüttelte und hustete wie noch nie zuvor. Die schöne Landschaft konnten wir zu diesem Zeitpunkt kaum geniessen. Auf unserer App iOverlabder suchten wir nach einem Mech, doch leider wurden wir nicht fündig. Als wir uns entschieden, trotz allem beim nächst besten Mechaniker Halt zu machen, hatten wir die Berglandschaft passiert und es ging hauptsächlich gerade aus. Von da an ging es unserem VW auch besser. Darum liessen wir das mit dem Stopp bleiben. 


Der Camping bei dem wir planten zu übernachten hatte dann auch noch geschlossen. Da waren wir nun, unsicher wie es weitergeht und wo wir schlafen sollen bei einbrechender Dunkelheit in einem etwas heruntergekommenen, karibischen Örtchen. Ein Einheimischer kam dann auf uns zu und lud uns ein, auf seinem Grundstück zu übernachten. 5 Dollar wollte er dafür. Etwas unsicher aber trotzdem froh, nahmen wir dankend an. Die Familie hatte zwei kleine, sehr herzige Kinder. Bis er uns nach Kanabis fragte, war er mir ganz sympathisch...


Am nächsten Tag ging es in den Cahuita Nationalpark. Wir spazierten die knapp 13km lange Wanderung am Strand in den Flip Flops und sahen einige Faultiere! 


Etwa 10km weiter befindet sich Puerto Viejo, ein typisches, touristisches Strandstädtchen. Dort verbrachten wir noch unsere letzte Nacht in Costa Rica und bereiteten uns für den kommenden Grenzübergang nach Panama vor. 

Wir freuten uns bereits, wieder weg von dem ganzen Tourismus und den überteuerten Preisen zu kommen. Obwohl wir natürlich wissen, dass wir selber auch solche sind... :)

Auf dem Weg zum Grenzübergang passierten wir noch einige Chiquita Plantagen. Wir sahen nun mit eigenen Augen woher unsere Bananen kommen!

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Kommentare: 1
  • #1

    Gotti (Mittwoch, 12 Dezember 2018 09:38)

    Meine Lieben,
    Wie habt ihr mir Freude gemacht mit dem neuen Blog. Diese Fotos, fantastisch. Und so spannend geschrieben. Habe grosse Freude.
    Hoffe, dass euer treuer Baluu noch viele Kilometer macht mit euch.
    Geniesst eure Zeit und seidbewahrt von allenSeiten.
    Ich umarme euch ganz fest und bete für euch.
    GrussGotti Mirjam