North Rim Grand Canyon

Unterwegs am North Rim des Grand Canyon
Unterwegs am North Rim des Grand Canyon

„Der North Rim bietet wohltuende Einsamkeit. Es gibt keine Shuttlebusse oder Busstouren. Keine Museen, keine Einkaufszentren, keine Schulen oder Tankstellen. Tatsächlich findet man hier lediglich eine klassische Lodge im Nationalpark am Schluchtrand, einen Campingplatz, ein Motel, einen Gemischtwarenladen und ein weitläufiges Wegnetz, das durch sonnige Wildblumenwiesen, schlanke Espen und hochgewachsene Ponderosa-Kiefern führt.“ Lonely Planet, USA Westen über den Nordzugang des Grand Canyons. 


Dem Einleitungstext unseres Reisführers können wir nur zustimmen - ausser das es mittlerweile eine kleine Tankstelle gibt. ;) Es ist sogar noch schöner dort, als es in Worte zu fassen möglich ist. 

Zum Parkeingang führt eine Strasse durch eine riesige, saftige Wiese, wo man Bisons, Rehe und Raubvögel bestaunen kann. Die Strasse geht weiter durch  einen Wald, wo die Bäume in verschiedenem grün leuchteten. An den Farben der Laubblätter schien es, als ob der Frühling erst gerade einzug hatte.

Und auch wenn wir selber Touristen sind, tat es sehr gut von den Menschenmassen weg zu kommen und die Natur zu geniessen. Zudem war es eine Wohltat, all das grün und wiedermal Bäume zu sehen, nach wochenlangem Aufenthalt in den Wüsten.


Wir unternahmen mehrere kleinere Wanderungen zu Aussichtspunkten über den Canyon. Unter anderem zum höchsten Aussichtspunkt des ganzen Grand Canyons der sich 2684m.ü.M. befindet. Der ganze North Rim liegt übrigens 300m höher, als der gegenüberliegende, bekanntere South Rim. Zum tiefsten Punkt, wo der Colorado River fliesst, sind es über eine Meile (eine Meile=1.6km).

Auf der Nordseite gibt es nur einen Wanderweg, der in den Canyon hinab führt. Und diesen wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Steil und im Zick-Zack ging es hinunter in die Schlucht. Auf dem Rückweg sahen wir eine Schlange, die in aller Ruhe vor uns den Wanderweg überquerte! Das war sehr schön zu beobachten, denn ausser im Zoo sahen wir noch nie ein so grosses Exemplar. :)


Übernachtet haben wir jeweils in einem National Forest, ein wenig ausserhalb des Nationalparks. Die Nächte waren angenehm kühl und am Morgen erwachten wir mit Vogelgezwitscher. 

Ein lustiges Erlebnis in diesem Wald war, als wir bei Dunkelheit austreten mussten und wir ein rascheln in den Büschen um uns herum wahrnahmen. Als Luki mit der Taschenlampe in die Dunkelheit leuchtete, waren etwa ein Dutzend im Licht reflektierende Augenpaare auf uns gerichtet! Erst nach einer Schreckenssekunde realisierte ich, dass es friedliche Rehe waren. Sie liessen sich auch nicht weiter von uns stören und führten ihren Weg unbeeindruckt fort. :)


Luki gefiel der North Rim fast ein wenig besser als der South Rim, unter anderem auch, weil es viel weniger Besucher hatte. Ich kann mich (wie in verschiedenen Dingen im Leben ;)) nicht entscheiden, ob mir eine Seite besser gefiel als die andere. Ich empfinde beide als wunderbar, schön!

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Kommentare: 1
  • #1

    Papi (Sonntag, 17 Juni 2018 17:46)

    Rahel. Wie tüf abe gaht das bi dere Felsnase? Wo isch denn dVernunft blibe?