Der Südwesten Utahs

Wandern im Canyonlands Nationalpark

Unser Aufenthalt in Colorado beschränkte sich auf den Besuch des Mesa Verde National Park. So waren wir ein paar Tage später in Utah unterwegs. Dass der Südwesten Utahs ein kleines Paradies ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr! Einsamkeit findet man hier wohl nur noch wenn man mit einem Jeep für mehrer Tage in die spektakulären Canyons hineinfährt. Hält man sich an die normal zugänglichen Teile der Parks, muss man mit vielen Autos und anderen Touristen rechnen. Alles halb so schlimm, wenn man sich ein wenig in Geduld übt, denn was man hier an prächtiger Natur zu sehen bekommt entschädigt für vieles. 


Unseren ersten Stopp legten wir im Canyonlands National Park ein. Der riesige Park ist in drei Bezirke eingeteilt, die nicht miteinander verbunden sind und über separate Parkeingänge besucht werden müssen. Die Bezirke „The Needles“ und  „ Island in the Sky“ sind über mehr oder weniger gute Strassen mit dem Auto erreichbar. Wer das ultimative Abenteuer sucht, mit einem Jeep, genügend Proviant, Benzin und Ersatzrädern ausgestattet ist, besucht das „The Maze“ Gebiet welches nur über Schotterpisten erreichbar ist. Da unser Baluu doch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und wir das Risiko auf Schäden möglichst minimieren wollen, beschränkten wir uns auf den Besuch der „Island in the Sky“. Wir fuhren hier den Scenic Drive, machten ein paar kleinere Wanderungen zu Aussichtspunkten und umrundeten auf einer gut 15 Kilometer langen Wanderung den Upheaval Dome. Diese Wanderung hat uns beiden sehr gefallen. An ein paar Stellen musste man über grössere Steine bouldern, was mächtig Spass machte! 


Der Arches Nationalpark liegt nur ein paar Kilometer entfernt und war unser nächstes Ziel. Von mehreren Seiten haben wir erfahren, dass man sich hier auf viele Leute einstellen soll. Wir wurden nicht enttäuscht :). Im Wissen dass es von Leuten wimmeln wird, standen wir rechtzeitig auf und machten uns von unserem Übernachtungsplatz auf zum Nationalpark. Wir übernachteten während der Tage die wir in jener Gegend verbrachten übrigens immer auf BLM Land. Land das der Regierung gehört und auf welchem man vielfach gratis und legal für 14 Tage campieren darf, was uns natürlich sehr entgegen kommt. Als wir den Nationalpark erreichten, stellten wir fest, dass wir nicht die einzigen waren die einen Wecker gestellt hatten, es wimmelte schon von Autos und Leuten. Trotzdem durften wir einen wunderbaren Tag im Arches National Park verbringen. Wir schauten uns verschiedenste Sandsteinbögen im Park an und machten ein paar Wanderungen. Die Highlights waren zum einen der Landscape Arch der so lange ist, dass man unter ihm ein Footballfeld platzieren könnte und der Delicate Arch das Wahrzeichen des Bundesstaates. Nach einem vollen Tag hatten wir alle Sehenswürdigkeiten im Park gesehen und waren dann auch froh, konnten wir die Menschenmassen hinter uns lassen. 


Als Geheimtipp und nicht so überlaufen wie die anderen Nationalparks der Gegend, gilt gemäss unserem Reiseführer der Capitol Reef Nationalpark. Hast du schon einmal etwas von diesem Park gehört? Wenn nein, unbedingt nachholen, denn wir können sagen es ist ein „Geheimtipp“. Es mag hier nicht so spektakulär wie beim Grand Canyon sein und es gibt hier auch keine riesigen Sandsteinbögen aber der Park hat schon das eine oder andere zu bieten. In der Region um das Visitor Center, die Fruita heisst, haben sich vor längerer Zeit mormonische Siedler niedergelassen, mitten in der Wüste. Wo die Siedlung gebaut wurde, schlängelt sich ein Fluss durch den Canyon, der alles um sich herum in tiefen grün tönen gedeihen lässt. Ein paar der Häuser und ein Grossteil der Obstgärten aus dieser Zeit können heute noch besichtigt werden. In den Obstgärten können Besucher Früchte pflücken (wenn man zur richtigen Jahreszeit da ist) und im Gifford House werden verschiedene Utensilien und Köstlichkeiten verkauft. Wir gönnten uns einen hervorragenden Erdbeere -  Rhabarber Pie und einen Kaffee. Mhmm war das lecker. 

Auf dem Campingplatz im Tal erhaschten wir dann noch den letzten freien Stellplatz für die Nacht und machten uns danach auf um eine Wanderung in der Gegend zu absolvieren. Als wir am Abend auf den Campingplatz zurück kamen, staunten wir nicht schlecht als gleich neben unserem Platz der rote Mercedesbus unserer Schweizer Freunde stand, die wir vor ein paar Tage im Monument Valley getroffen hatten. Wir hatten während der letzten Tage schon ab und zu Kontakt per Email, wussten aber nie sicher wann und wo wir jeweils die Nächte verbringen werden. Die Freude sich wieder zu sehen war um so grösser und wir verbrachten einen weiteren, lustigen, spannenden, unterhaltsamen Abend zusammen bevor sich unsere Wege am nächsten Tag für unbestimmte Zeit wieder trennten. Vielleicht werden wir die Guten nochmals treffen, wenn alles wie geplant läuft sollten sich unsere Wege im Nordosten der USA nochmals kreuzen! Wir wünschen der Familie von Arx auf jeden Fall eine tolle und erlebnisreiche Weiterreise und hoffentlich bis bald :)! 


Bei uns geht es weiter Richtung Zion National Park, wo wir auf Freunde aus Kanada treffen werden. Alles dazu im nächsten Blogg. 

Unterwegs im Arches National Park

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Kommentare: 4
  • #1

    Reitschi (Donnerstag, 07 Juni 2018 20:17)

    Kommentar test

  • #2

    Müetti (Donnerstag, 07 Juni 2018 20:36)

    Würd das alles au sehr, sehr gern gseh und mit eu das erläbe... :-(!! Aber ich freu mich sehr, dass ihr das chönd mache und erläbe :-)!
    Liebi Grüess
    Mami

  • #3

    Mirjam (Donnerstag, 07 Juni 2018 21:06)

    Meine zwei Lieben,
    Herrlich, euer Blog. So lehrreich und spannend. Diese Fotos einfach fantastisch.
    Ich bin immerfort glücklich, euch so fröhlich zu sehen. Dassihr sovieles erleben dürft und erst noch ohne Unfälle.Das ist ein grosses Geschenk. Gott schaut sehr gut zu euch.
    Uns gehts gut. Wir sind viel im Garten. Da ist es momentan auch sehr schön. Wir erntenSalate und Erdbeeren in rauhen Mengen.

    LiebeGrüsse

    Gotti

  • #4

    Papi (Mittwoch, 13 Juni 2018 22:22)

    Erstuunlich. Sogar us em Welschland chan mer eue Blog uf dütsch läse ....