The Grand Canyon

Aussicht über den Canyon vom Dessert View Point

„Man muss den Grand Canyon mit eigenen Augen gesehen haben, alle Worte und Fotos können nicht beschreiben was einem hier erwartet“. Dies steht in unserem Reiseführer und wir müssen sagen mit diesem Satz wurde der Nagel auf den Kopf getroffen. Es ist einfach atemberaubend wenn man an der Kante dieser Schlucht steht und so tief in die Erd- und Gesteinsschichten hinabschauen kann, wie sonst nirgends auf der Welt. Da alles beschreiben der Farben und Formen gar nicht möglich ist, belassen wir es hier dabei und raten euch einfach einen Blick auf die Fotos zu werfen. 


Nicht wie ein Grossteil der vorwiegend asiatischen Touristen verbrachten wir nur ein paar Stunden im Park, sondern durften diesen Ort richtig auskosten. Vier Tage verbrachten wir im Park und durften so manches erleben. Am ersten Tag nutzten wir die Sanitären Anlagen im Park, machten unsere Wäsche, duschten und füllten unsere Wasser- und Duschtanks auf. Danach genossen wir noch einen kleinen Spaziergang und erhaschten die ersten Blicke auf den Canyon. Übernachtet haben wir übrigens immer kurz ausserhalb des Nationalparks, in einem National Forest. Wie in vielen National Forests, ist hier das campieren in der Wildnis erlaubt und zudem gratis, was es für uns zu einem optimalen Ausgangspunkt machte. 


Am zweiten Tag ging es entlang dem Bright Angel Trail hinunter in den Canyon. In ungefähr sechs Stunden wanderten wir dem Trail entlang bis zum Plateau Point, von dem man einen spektakulären Blick auf den Colorado River hat und von dort, wieder zurück zum Ausgangspunkt beim Canyon Village an der Schluchtkante. Leider ist es nicht möglich (möglich wohl schon aber nicht empfohlen), in einem Tag bis ganz hinab ins Canyon zum Colorado River und zurück zu wandern und uns nun durchaus verständlich wieso. Hat man nämlich seinen Zielpunkt / Aussichtspunkt im Canyon erreicht, fängt die Arbeit erst richtig an. Nun muss man sich nämlich wieder an den steilen Aufstieg aus dem Canyon heraus machen, was bei 30-40 Grad und immer voll der Sonne ausgesetzt, eine spannende Herausforderung ist und selbst den best trainierten Wanderer den Schweiss ins Gesicht treibt. Nach den Anstrengungen gönnten wir uns dann ein super Glace in der Eisbude. Übrigens ein super Geschäft, die Schlange war jedesmal, wenn wir vorgingen riesig!



Plateau Point, Bright Angel Trail, Aussicht auf den Colorado River

Auch am Tag drei im Park ging es wieder bis tief in den Canyon hinunter. Dieses mal aber auf dem South Kaibab Trail der nochmals ein bisschen schwerer zu bewältigen ist als der Bright Angel Trail. Der Weg ist ein wenig steiler und hier gibt es keine Zwischenstationen mit Wasser. Heisst, man trägt eine gute Ladung Wasser mit sich (3-4 Liter pro Person, die man übrigens auch braucht, unsere Flaschen waren nach der Wanderung leer). Da wir nur einen Rucksack dabei haben, durfte Luki sich die extra 10 Kilo an den Rücken hängen und so ein kleines Zusatztraining absolvieren. Als wir dann auf unserem Weg ins Tal noch an zwei Mauleselkaravanan vorbeikamen, die Touristen oder auch Waren ins Tal und zurück tragen, konnten wir sehr gut mitfühlen was das für eine strenge Arbeit für die Tiere ist. Hier noch ein Fakt für die Wissensdurstigen unserer Leserschaft: Ein Maulesel ist eine Mischung zwischen einem Pferd und einem Esel. Ein männlicher Esel und ein weibliches Pferd verbringen ein paar hübsche Stunden zusammen, was dann zur Zeugung eines Maulesels führt! Die guten Eigenschaften von Pferd und Esel machen den Maulesel zu einem ruhigen, starken Arbeitstier! 


Am letzten Tag wanderten wir dann noch etwa 12 Kilometer dem Canyonrim entlang und stiessen hier immer wieder auf wunderschöne Aussichten. Beim Dessert View Point durften wir am Abend einen romantischen Sonnenuntergang geniessen (keine Angst / Hoffnung, romantische Sonnenuntergänge machen nicht schwanger). Die Tage am und im Grand Canyon, waren für uns ein weiterer Höhepunkt unserer Reise, an den wir uns wohl noch lange und gerne zurückerinnern werden. 

Auf dem South Kaibab Trail

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Kommentare: 1
  • #1

    Mütterlein ;-) (Dienstag, 22 Mai 2018 19:31)

    Was, jetzt bin ich mal vor minere Schwöschter, um en Blog-Iitrag zmache... ;-)??!! Chas chum glaube ;-)! Ich han de Grand Canyon nie als esoooo schön empfunde, aber jetzt mit euine tolle, wunderbare Fotis und de ebeso tolle Beschriebige dezue, han ich mis Empfinde grad müesse/chönne/dörfe revidiere. Super, genial, herrlich, phantastisch, wunderschön und wiiterhin vill Schöns und Iidrücklichs eui :-)! Herzlich es "bhüät eui GOTT" und mit vill Vorfreuid uf wiiteri Blog-Iträg :-)!