Von Oregon nach Kalifornien

Die Stadt Seattle erkundeten wir zu Fuss mit gut 26‘000 Schritten, was ca. 16 km entspricht (laut iPhone Schrittzähler). Von der Mercer Island aus, wo wir auf einem ruhigen, gratis Parkplatz übernachteten, nahmen wir den Bus bis nach Downtown Seattle. Ein wunderschöner Frühlingstag kündigte sich an und wir genossen die warmen Sonnenstrahlen. Zuerst ging es am Meer entlang an Piers vorbei, dann weiter in den Kerry Park, wo man eine schöne Aussicht auf die Stadt mit ihrem Wahrzeichen, der Space Needle hat. Mitten in der Stadt blühten unzählige Magnolienbäume, was mich extrem freute und Luki mir irgendwann sagte, er wisse nun, dass mir diese Bäume gefallen... :)

Von dem, auf einer Anhöhe gelegenen Park, ging es wieder hinunter in die Stadt zum Pike Market. Ein grosser überdachter Markt wo man alles mögliche kaufen kann: Früchte, Gemüse, Fische, Meeresfrüchte, Honig, Kleider, Souvenirs, Pasta und noch vieles mehr. Unser Highlight der Stadt! Wusstet Ihr, dass Starbucks in Seattle gegründet wurde? Wir wissen es dank unserem Reiseführer „Lonely Planet“. Und so besuchten wir den „Starbucks Reserve Roastery & Tasting Room“. Das Hipster Lokal verkauft hauptsächlich verschiedene Kaffeesorten und Souvenirs, welche mehr oder weniger etwas mit Kaffee zu tun haben. Es gibt auch eine Kaffebohnenröstmaschine (mir fällt grad kein besseres Wort ein), diese war aber zum Zeitpunkt unseres Besuchs nicht in Betrieb. Dort werden die noch grünen Kaffebohnen geröstet. Natürlich wird dort auch Kaffee serviert. Aber nicht solcher, wie er in den Starbucks sonst angeboten wird. Es gab ganz spezielle Kaffeesorten mit noch spezielleren Sirups, Likören oder hochveganen anderen Mixturen. :) Da wir die meisten Angebote auf der Getränkekarte sowieso nicht verstanden, bestellte Luki einen klassischen Cappuccino und ich, ganz abendteuerlustig, einen Esspressomix mit Vanille-Ölsyrup. Was für ein Geschmackserlebnis! Wirklich ausgezeichnet!

Unseren Städtemarsch beendeten wir beim Seattle Footballstadoin und nahmen dann den Bus zurück. Ein sehr spannender und schöner Tag neigte sich dem Ende zu, aber etwas beschäftigte mich trotzdem am Abend. Es gibt sehr viele Obdachlose und Drogenabhängige. Ständig wird man nach etwas Kleingeld gefragt. Wie leid mir diese Menschen doch tun, so ohne Lebenssinn. Und wie gut wir es doch haben! 


Von Seattle fuhren wir südlich Richtung Portland. Auf dem Weg dorthin machten wir Halt bei einem Vogelreservoir und konnten dort Enten, Gänse, Vögel und mehrere Adler beobachten. 

Für anderthalb Tage blieben wir in Astoria. Dort besuchten wir ein kleines Museum, das Flavel House. Es wurde im Jahr 1885 erbaut und von Captain Geroge Falvel und seiner Familie bewohnt. Ich liebe solche alten Villen mit ihren Geschichten! :)


Aufgrund des regenerischen Wetters und weil auf vielen Pässen noch Schnee liegt, waren wir gedrängt, unsere Weiterreise weiter hinaus zu planen. Und so haben wir beschlossen, zuerst südlich der Westküste entlang zu fahren, weiter östlich ins Landesinnere zu all den schönen Canyons und Nationalpark (z.b. Yosemite NP, Grand Canyon) und dann wieder nördlich zum Yellowstone Nationalpark zu reisen. Und weil uns die Oregonküste so gut gefällt, werden wir diese dann noch einmal fahren. 

Durch das viele Fahren, verbrachten wir eine intensive Zeit mit Baluu. :) 


Im Redwood Nationalpark kamen wir in den Genuss von sehr, sehr grossen Bäumen. Sehr faszinierend! Mitten in diesem Nationalpark konnten wir auch Elks (dies sind Rentiere, keine Elchs wie wir sie kennen), von unserer Baluu-Dachterasse aus, beobachten. Die rauen und oft in Dunst gelegten Küstenstrassen sind so schön, dass einem das lange Fahren gar nicht so lang vorkommt. Wobei ich da nur für mich sprechen kann. Luki war nämlich die meiste Zeit gefahren und die hunderten engen bis sehr engen Kurven liessen ihn nachts jeweils gut schlafen.

Eines Tages machten wir relativ spontan Halt in einer Bucht, welche „Harbor Seal Pupping Area“ heisst. Dort sahen wir wenige Stunden alte Seehundbabys und wie sie ihre ersten robb- und schwimmversuche gemacht haben. Bei einigen war sogar noch die Nabelschnur zu sehen! Nach einer Weile tauchten weiter aussen im Meer noch Grauwale auf... was soll ich sagen! Es war unglaublich herzig und schön zum beobachten! 


Der letzte Stopp vor San Francisco war im Somona Valley im Sugarloaf Ridge State Park. Dort genossen wir nach dem vielen Fahren wiedermal eine schöne Wanderung. Im Oktober des vergangenen Jahres, hat es dort gebrannt. Viele Bäume sind darum kahl und schwarz. Trotzdem, oder eben darum, hatte die Landschaft ihren ganz eigenen Reiz, denn langsam beginnt sich der Boden zu erholen und neue Pflanzen drücken sich zwischen den Aschen und der verbrannten Erde hindurch. 


Im nächsten Blogg geht es weiter mit San Francisco! 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Gotti (Mittwoch, 18 April 2018 19:33)

    Juhui. Wieder etwas wunderschönes von euch. Traumhaft diese Bilder. Ich beneide euch so. Aber natürlich bin ich so glücklich, dass ihr so etwas erleben dürft. Weiterhin alles Liebe und nur das Beste. Seid bewahrt auf all euren Wegen.Gott mit euch.
    Grüsse und Küsse
    Gotti und Hermann

  • #2

    Gotti (Mittwoch, 18 April 2018 20:27)

    Also ich hätte die Quizfrage gewusst Wegen Seattle und Starbucks. Das würde mir auch gefallen, so viele Kaffeesorten Prost und bei jedem Kaffeetrinken ein bisschen ans Gotti denken.
    Herzlich Gotti