San Francisco

Der Freitagnachmittag war sonnig und warm und mit jedem Kilometer den wir fuhren, wurde ich etwas aufgeregter. Dann, nach einem Tunnel sahen wir sie endlich, die Golden Gate Bridge! :) 


Unser erster Plan nachdem wir parkiert hatten war, Tickets für eine Tour nach Alcatraz zu kaufen, da wir aus mehreren Quellen wussten dass diese begehrt sind. Dies hat sich gelohnt, die nächst möglichen Plätze auf einem Boot waren nämlich erst am Sonntag frei. Alle Touren am Freitagnachmittag und Samstag waren schon ausverkauft. Mit den Tickets im Gepäck ging es weiter zum Pier 39. Hier kamen mir einige Erinnerungen auf, da ich vor fast 10 Jahren mit meiner Familie und Grosseltern schon Mal hier war. Der Pier besteht aus vielen kleinen Souvenirshops, Imbissbuden und kleinen Geschäften. Die nahegelegenen Stege werden von Seelöwen bewohnt und sind ein weiteres Touristenmagnet. Auch wir genossen es, den lustigen Tieren für eine Weile zuzuschauen. 


Vom Telegraph Hill aus, wanderten wir den Cable Car Schienen entlang bis zum Cable Car Museum. Das kleine gratis Museum beinhaltet die grossen Antriebe der Cable Cars und mehrere Informationstafeln über die Geschichte. Auch die Funktionsweise des Cable Car Systems wurde hier eindrücklich und für jedermann verständlich erklärt. Natürlich wollten wir auch mit dieser weltweit einzigartigen Bahn fahren und so kauften wir uns für je 7 Dollar ein Ticket und stellten uns zu den anderen Touristen in die Warteschlange. Der Start liegt direkt beim „Cable Car Turnaround“, wo die einzelnen Wagons noch mit Mannskraft auf einer Drehscheibe gedreht werden! :)

Die Fahrt durch die Stadt zurück zum Hafen verbrachten wir auf dem Trittbrett. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mich erinnere, wie mein Vater vom Kondikteur freundlich darauf hingewiesen worden war, sich nicht zu sehr hinaus zu hängen... (gäll Papi ;)) Andere Touristen haben uns voller schrecken beobachtet, da wir sehr nahe an geprakten Autos und noch näher an den gegüber kommenden Cable Cars vorbei fuhren. :)


Auf dem 3.5km langen Fussmarsch zurück zum Parkplatz, kamen wir an Foodtrucks vorbei. Luki erinnerte sich davon gelesen zu haben, dass es jeweils Freitags, Samstags und Sonntags ein Foodtruckfestival gibt, immer an einem anderen Ort. Und da wir unser Tagesbudget noch nicht ganz aufgebraucht hatten, gönnten wir uns zwei kleine Burger mit Süsskartoffeln Pommes als Nachtessen. Der Tag endete mit einem wunderschönen Sonnenuntergang direkt hinter der Golden Gate Bridge.


Am Samstag erkundeten wir San Francisco mit einem Tandem! Schon lange war es mein Traum, einmal mit einem zu fahren. Die ersten paar Meter waren lustig und abendteuerlich, bis wir den „tramp“ etwas raus hatten. :) Unsere Route führte zuerst über die Golden Gate Bridge und zurück, danach weiter durch den Golden Gate Park und dann etwas kreuz und quer in der Stadt herum. Nach 6h fahren, tat mir mein Hinterteil ziemlich weh und ich spürte bereits den Muskelkater in den Beinen aufkommen. So war ich froh, als wir das Zweierfahrrad zurück brachten und zu Fuss weiter zogen. Trotzdem war es ein sehr tolles Erlebnis!  


Am Sonntag wanderten wir durch das ehemalige Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz. Eine Audiotour nahm uns zurück in die Zeit zwischen 1934 und 1963, wo ehemalige Offiziere und Gefangene von ihren Erlebnissen berichteten. So hörten wir zum Beispiel Geschichten über verschiedene Fluchtversuche der Gefangenen. Man weiss heutzutage aber von keinem einzigen Fluchterfolg. Drei Brüder, die mit Löffeln den Lüftungsschacht vergrösserten und dann eines Nachts hindurch aufs Dach kletterten und sich so befreiten, sind bis heute unauffindbar. Man nimmt an, dass sie in den Meeresströmungen umgekommen oder im kalten Wasser erfroren sind. Andere munkeln, dass sie es auf Südamerika geschafft haben und dort untergetaucht sind (Luki glaubt, dass diese Theorie die richtige ist. Wer befreit sich schon aus einem Gefängnis um nachher zu ertrinken, die Burschen haben sich schon etwas einfallen lassen). Tja, einige Dinge werden wir wohl nie erfahren...


Nun sind wir auf dem Weg ins Landesinnere. Die Stadt San Francisco mit ihren schönen Häusern, freundlichen und teilweise verrückten Leuten, urchigen Fischerkneipen und hippigen Quartieren werden wir aber auf jeden Fall nochmals besuchen, wenn wir die Westküste ein zweites Mal hinunter fahren. Bis jetzt ist sie unseres Empfinden nach, die schönste Stadt von Amerika! 

We love San Francisco!
Unser Übernachtungsplatz mit bester Aussicht!
Unser Übernachtungsplatz mit bester Aussicht! 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gotti (Mittwoch, 18 April 2018 20:34)

    Jetzt kann ich auch ein wenig mitfühlen. Da waren wir auch überall. Alcatraz hat mich auch sehr berührt und Pier 39 etc. habe ich mit Hermann und Olivia ausgiebig genossen. Das war bereits 1996. Da war ich noch jung, �
    Gruss Gotti