Gaspesie

Die seit dem letzten Blogeintrag vergangenen Tage, haben wir auf der Gaspesiehalbinsel verbracht. Das Gebiet gehört zur Pronvinz Quebec, was bedeutet, dass hier fast ausschliesslich französischgesprochen wird. Auch unsere Uhren mussten wir zum ersten mal auf unserer Reise umstellen. Wir befinden uns jetzt in der Eastern Standard Time Zone, also sechs Stunden hinter der schweizer Uhrzeit. Der Name der Halbinsel ist auf die Ureiwohner der Region zurückzuführen und bedeutet "Ende der Welt".

Von Shediac aus sind wir Richtung Gaspesie gefahren und haben im Kouchibouquac National Park einen Zwischenstopp eingelegt. Eine rund 21 Kilometer lange Wanderung, führte uns einmal mehr durch wunderschöne Wälder. Wir geniessen es Stunde um Stunde zu wandern und dabei keinem anderen Menschen zu begegnen. 

Weiter ging es Richtung Norden wo wir in Campbelton dann über eine Brücke fuhren und definitiv in der französischsprachigen Region ankamen. Jetzt wo wir uns so langsam ans Englisch gewöhnt hatten, kam uns dieser Sprachwechsel wenn wir ehrlich sein dürfen, nicht gerade gelegen. Hätten wir damals im Französischuntericht doch nur besser aufgepasst... :) 

Entlang der Südküste der Halbinsel trafen wir am Strassenrand auf zwei Autostöppler, die wir für eine Strecke mitnahmen. Unsere ersten Gäste nahmen auf dem Sitzbank platz und wir durften spannende und lustige Gespräche mit den zwei jungen Herren führen. Kurz vor unserem geplanten Stopp für die Übernachtung, setzten wir die Jungs wieder am Strassenrand ab und hoffen sie haben ihr Ziel noch erreicht. 
Der Übernachtungsplatz war spitze! An einer einsamen Küste durften wir die Nacht verbringen und erwachten am Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen im Gesicht wieder. 



Im Hafenort Perce durften wir bei strahlendem Sonnenschein kleine Wanderungen unternehmen und dabei das Wahrzeichen der Region, den 88 Meter hohen und 438 Meter langen Kalksteinfelsen Rocher Percebegutachten.
Die absoluten Highlights der letzten Tage war für uns der Besuch des Nationalparks Forillon, wo wir auf viele Stachelschweine stiessen und dann vor allem der Besuch im Gaspesie Nationalpark. 
Im Besucherzentrum des Gaspesie Nationalpark, gab uns die freundliche Angestellte Tipps. Auf Ihre Frage, ob wir gerne Elche sehen wollen, antworteten wir natürlich mit einem ja. Wenige Minuten später nahmen wir die empfohlene Wanderung in Angriff und kehrten zwei Stunden später mehr oder weniger enttäuscht wieder zurück. Es war weit und breit kein Elch zu sehen. Mit den Worten der Parkwächterin in den Ohren "Elche sieht man am besten am Morgen oder gegen den Abend", entschlossen wir uns, am nächsten Tag früh aufzustehen und die gleiche Wanderung nochmals zu machen.

Gesagt getan. Am nächsten Tag war um sechs Uhr morgens Tagwache und eine knappe Stunde später starteten wir, als erste Besucher an diesem Tag, wieder den Rundweg. Was wir während diesen zwei Stunden Wanderung erleben durften, wird uns lange in Erinnerung bleiben! Wir sahen 4 Elche! Zwei davon sogar direkt am Rand des Wanderweges. Eine wunderschöne Begegnung mit diesen Tieren, die wir uns nicht besser hätten vorstellen können. 

Auf der zweiten Wanderung des Tages, die uns auf einen Gipfel und zurück führte und etwa 4 Stunden dauerte, stiessen wir dann noch auf ein Caribou, dass uns vor lauter Schreck fast noch über den Haufen gerannt hätte. Nach einem kurzen Moment des Zögerns (von Seiten des Tieres und von uns), konnten wir den Weg des Tieres dann aber kreuzen und es verschwand im Wald. 

Weiter geht es nun mit der Fähre von Mantane über den St. Laurence Kanal nach Baie-Comeau, von wo aus wir dann Kurs auf Tadoussac nehmen werden.

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