Bay of Fundy / P.E.I.

Nach Cape Breton sind wir nach Moncton gefahren, was uns einen Tag autofahren "kostete". Dort haben wir uns ein Airbnb geleistet um wiedermal zu duschen und unsere Kleider zu waschen (Viele Campingplätze haben immernoch geschlossen). Die Waschmaschinen und Tumbler sind ganz anders als in der Schweiz. Für einen Waschgang kann man wählen zwischen cold/cold, cold/warm oder warm/warm. Welche Temperaturen die verschiedenen Stufen erreichen, ist nicht bekannt :). Dafür dauert ein Waschgang nur ca. 30min. Der Tumbler lässt dann gar keine Auswahl zu, lediglich die Zeit kann man einstellen. Man kann hier ALLES in den Tumbler geben, egal ob Wolle oder Seide... Dies wurde uns jedenfalls erzählt. Schlussendlich brauchten wir für zwei Waschgänge und zwei Tumblerladungen nur knapp 2h und die Wäsche schien danach sauber gewesen zu sein. :)
Von Lisa, unserer Gastgeberin bekamen wir den Tipp, am Samstagmorgen den lokalen Markt zu besuchen. Dies haben wir dann auch gemacht und waren (vor allem ich, Rahel) seeehr begeistert ;). Der Markt befindet sich in einer grossen Halle und jeder Stand bietet etwas anderes. Von Gemüse, Brot, Fleisch, Waffeln und Cup Cakes bis zu Schlüsselanhänger, Shabby Chic Möbel und Parkett Böden war alles zu finden. Leider haben wir vor lauter Aufregung vergessen ein Foto zu machen, dieser Markt war jedoch eines unserer vielen Highlights.
Danach sind wir weiter zu den Hopewellrocks gefahren. Diese besonderen Steinformationen werden durch die hohen Gezeitenunterschiede geformt. Bis zu 21m kann der Unterschied zwischen Ebbe und Flut betragen und das zwei Mal täglich (an der Bay of Fundy werden die weltweit grössten Unterschiede zwischen Ebbe und Flutgemessen)! Somit kann man nur zu bestimmtem Zeiten hinunter gehen und am Strand spazieren. 
Später an diesem wunderschönen Tag haben wir noch eine kurze Wanderung im Fundy National Park of Canada gemacht. Dort hätten wir stundenlang Eichhörnchen beobachten können. 
Am nächsten Tag haben wir im selben Park nochmals eine Wanderung zum Marven Lake gemacht und sahen einmal mehr die wunderschönen Wälder von Kanada. Am späteren Nachmittag fuhren wir zurück an Moncton vorbei, in Richtung Sackville. Auf einem Picknickplatz hatten wir angehalten und richteten uns ein um die Nacht auf diesem zu verbringen. Während dem Abendessen ist ein älteres Paar mit ihrem Hund auf den Picknickplatz gefahren und gingen kurze Zeit später wieder. Nach etwas mehr als 5min kamen sie zurück und haben uns kurzerhand zu sich nach Hause eingeladen. Kevin und Catherine Reisen selber auch gerne herum mit ihrem Wohnmobil. Sie haben uns viel erzählt, viele Tipps gegeben und uns sehr gastreundlich aufgenommen. Am Morgen machten sie uns Frühstück, klärten versicherungstechnische Dinge für uns, schenkten uns Strassenkarten, eine Kanadaflagge und haben uns ihre Nummer und Adresse gegeben, damit wir IMMER anrufen können falls wir etwas brauchen! Für uns ein riesen Geschenk und sehr schönes Erlebnis! Vor allem weil wir am Tag zuvor auf unserer Wanderung noch darüber gesprochen haben, dass wir es toll fänden wenn uns mal Einheimische zu sich nach Hause einladen würden... ;)
Vergangenen Montag sind wir über eine 13km lange Brücke nach Prince Edward Island, kurz P.E.I., gefahren. Besonders bekannt dort, ist die rote Erde welche scheinbar sehr gut für den Kartoffelanbau geeignet ist. Die erste Nacht verbrachten wir auf einem grossen, schönen Campingplatz. Am nächsten Tag wollten wir im dortigen Provincial Park wandern, jedoch war es sehr windig und kalt.Darum war das ganze dann "nur" ein grösserer Spaziergang. Eindrücklich waren die grossen Sanddühnen ganz im Norden der Insel, welche sich im Verlaufe der Zeit immer wieder umformatieren. So kann man Bilder sehen von Googleearth, wie sich die Insel in den letzten Jahren verändert hat. 
Am Tag darauf hat es nur geregnet, somit sind wir einfach mit dem Auto auf der Insel herum gefahren und haben die Landschaft so geniessen können. 
Auf der P.E.I. hatten wir nochmals ein tolles Erlebnis. Die zweite Nacht verbrachten wir wieder einmal auf einem Picknickplatz. Am Morgen hörten wir ein Auto hinfahren und haben uns nichts weiter dabei gedacht. Als wir das nächste Mal WLAN hatten, haben wir auf unserer Facebookseite ein Bild von unserem VW Bus und diesem Text; "Found some visitors on the trail this morning!", von einer Frau gepostet gehabt. Dazu eine Nachricht, dass wir doch zu ihr ins Geschäft fahren und bei ihr einen Kaffee trinken sollen. :) Leider waren wir zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Fähre nach Caribou und konnten dieses Angebot nicht mehr annehmen.

Gegen Abend sind wir nach Malagash gefahren zu Theres und Felix. Die beiden haben uns etwa eine Woche zuvor in New Glasgow auf dem Parkplatz vor einem Walmart mit "Grüezi mitenand" angesprochen. :) Sie sind im 1990 nach Kanada ausgewandert und haben sich hier ein kleines Paradies aufgebaut mit Obstbäumen und Reben. Sie haben uns Angeboten, wenn wir in der Nähe sind, bei Ihnen zu übernachten und dies haben wir dann dankbar angenommen. Sie konnten uns viel spannendes und hilfreiches Erzählen bei einem ausgezeichneten Nachtessen. Wir haben Wildlachs gekocht bekommen und ich muss sagen, eigentlich mag ich kein Lachs. Ich bekam soga eine extra Portion mit weissem Fisch! Aber dieser Lachs (ich durfte von Luki probieren) war sehr gut! :D

Weiter ging es dann wieder etwas weiter im Süden, einer wunderschönen Küstenstrasse entlang (dies war übrigens auch ein sehr guter Tipp von Felix und Theres), an den Five Island vorbei und Parrsboro zum Cape Chignecto Provincial Park in dem wir eine kurze aber sehr schöne Wanderung machen durften. 


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